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Aus Hanf, mit Hanf, vom Hanf inspiriert Die Hanf-CD
Paul Benhaim wandelt weiterhin auf Pionierpfaden: Der Erfinder des Hanfmüsliriegels "9bar" hat mit der ersten "Hanf- CD" wieder ein Produkt in die Welt gesetzt, das Zukunft haben könnte. Die in Australien aufgenommene CD von "Fields of Green" ist zwar nach wie vor ein Kunstprodukt, wie es auch die Mainstream-Industrie in die Regale der Musikläden bringt. Aber die Hülle, das Cover und selbst einige der Instrumente, auf denen die Lieder gespielt werden, sind größtenteils aus Hanf. Die österreichische Firma Zellform hat die Digderidoos hergestellt, auf denen Benhaim höchstpersönlich entspannende Melodien erklingen lässt.
Martin Ernegg, Geschäftsführer bei Zellform, sagt, dass der aus Hanffaser und Wasser produzierte Werkstoff für die Instrumente ohne jegliche Zusatzstoffe auskommt. "Kein Harz, kein Kleber, nur Hanf und Wasser", resümiert Ernegg das Ergebnis jahrelanger Forschung. Zellform, das auch Möbel, Gitarrenkörper und weitere konventionell aus Holz gefertigte Produkte in der Palette hat, vermindert so die Rodung der für Didgeridoos traditionell verwendeten Eukalyptusbäume. Denn der immens wachsende Import der Musikinstrumente der australischen Aborigenees nach Europa und in die USA gefährdet den Baumbestand der Eukalyptusriesen.
Doch bislang ersetzte Zellform nur das Holz für größere Körper statt für die kleinen quadratischen CD-Hüllen. Eine CD-Hülle aus dem "Hempstone" genannten Werkstoff herzustellen, sei schwieriger, so der Zellform-Geschäftsführer Ernegg. Dazu fehle die massenkompatible Infrastruktur, dämpft er allzu hohe Erwartungen an einen schnellen Siegeszug der Hanf-CD im Massenmarkt.
Aus Hanf, mit Hanf, vom Hanf inspiriert Die Hanf-CD Daher ist die erste Hanf-CD auch vorerst nur in limitierter Auflage erhältlich. Rund 100 Stück der raren Tonträger hält die Firma Hempro in Düsseldorf zum Verkauf bereit. Unter www.hanfhaus.de sind die CDs ab sofort bestellbar, zum Preis von 19,90 Euro. Zehn Prozent des Preises werden in die Weiterentwicklung des Hanf-Plastik-Gemisches investiert, aus dem der nussbraune Teil der CD-Hülle hergestellt ist. Die durchsichtige Hülle ist nach wie vor aus Hartplastik. Um sie zu ersetzen, ist noch kein adäquater Hanfstoff entwickelt worden. Hempro-Geschäfstführer Daniel Kruse, der den Vertrieb für Deutschland exklusiv hält, bezeichnet die neuen CDs als "Imageprodukt". Soll heißen: Mit der Didgeridoo-CD soll der Appetit auf mehr Hanf-CDs geweckt werden. "Ein paar Dutzend" der CDs seien bereits verkauft, so Kruse.
Auf der "Cannabusiness" in Castrop-Rauxel, der größten deutschen Messe rund um den nachwachsenden Rohstoff Hanf von 12. bis 14. September 2003, wird "Fields of Green" erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Davon erhoffen sich Hersteller und Vertreiber eine Signalwirkung möglicherweise auch für den Massenmarkt.
Noch ein Wort zur Musik auf "Fields of Green": Zur Hintergrundmusik in gemütlicher Runde oder zum Versinken in den Klangspiralen des charakteristischen Sounds der Didgeridoos ist die Musik bestens geeignet. Untermalt mit Harfe, Flöte und Gitarre, begleitet von einem an Mantras erinnernden Singsang holt Benhaim Gefühle von magischen Abenden im Outback und am Ayers Rock ins Wohnzimmer. Easy going. Sebastian Sedlmayr
http://www.elektrolurch.com/news/#3657Mehr Hanf geht nicht... (09.07.2003)
Bekanntlich ist die Hanfpflanze einer der vielseitigsten Rohstoffe den Mutter Natur im Sortiment hat. Der herkömmliche Gebrauch von Hanf in der Musikindustrie dürfte bisher der Genuss von Marijuhana gewesen sein. Neue Wege werden jetzt mit dem Album "Fields Of Green" eingeschlagen. Die Hülle der CD ist zu 100% aus Hanf-Plastik...eine Weltpremiere. Die von der japanischen hanfverarbeitenden Industrie hergestellte Hülle wurde aus Hanffasern hergestellt, die japanische Hanfbauern auf japanischen Hanffeldern geerntet haben.
Neben dem hinlänglich bekannten Nutzen der Hanfpflanze für die Herstellung von Textilien, Papier, Kosmetik und Medizin, kann Hanf somit auch als echte Alternative für petrochemische Kunsstoffe gesehen werden.
Selbstverständlich ist auch das Booklet zur CD auf Hanfpapier gedruckt. Da sich "Fields Of Green" dem Thema Hanf ganzheitlich nähert, sind auch die auf dem Tonträger (der übrigens (noch) nicht aus Hanf hergestellt wurde) zu hörenden Didgeridoos aus Hempstone hergestellt. Hempstone ist ein unter Verwendung von Wasser formbarer Werkstoff, der natürlich zu 100 % aus Hanffasern besteht, d.h. es werden keine künstlichen Harze oder Klebstoffe verwendet. Er ist härter als Stein und kein traditioneller Werkstoff der australischen Ur-Einwohner,die sich viel Mühe bei der althergebrachten Herstellung ihrer Musikinstrumente geben.
Noch ein Wort zur in Australien entstandenen Musik: Neben den Didgeridoos sind Gitarre, Harfe, Flöte und engelhafte Gesänge zu hören. Der geneigte Leser ahnt es bereits: sehr entspannte Sounds, wie man sie in australischen Souvenirläden zu hören bekommt und in Massen kaufen kann. (War schon mal jemand in Sydney auf dem Flughafen? Dort gibt es diese Art von Musik auch auf den Toiletten zu hören. Soll wohl nach mehr als 24 Stunden im Flieger entkrampfend wirken.)
"Das ist meditative Music at its best", urteilt die Zeitschrift HanfBlatt. Dazu kann man ganz entspannt ein Hanf-Bier trinken und geröstete Hanfsamen knabbern.
Zu kaufen gibt es "Fields Of Green" im gutsortierten Fachhandel für Musik und Hanf, der Vertrieb erfolgt durch www.hempro.com. 10 % der erwirtschafteten Gewinne werden für gute Zwecke verwendet, u.a. die Weiterentwicklung des Hanf-Kunststoffes.
Weitere Informationen gibt es bei hempmusic.com.
(vr)
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